Du hast dir sicher schon eine Menge Gedanken darüber gemacht, was Parkinson eigentlich für eine Krankheit ist.

Wir haben mal ein paar andere Kinder gefragt, was sie genau wissen wollen. Diese Kinder haben auch einen Vater, eine Mutter oder Opa oder Oma, die Parkinson haben.

Vielleicht ist das ja auch für dich interessant? Geh einfach auf die Fragen und schon weiß unser schlauer Doc Parkinson die Antwort!

  • 1. „Was ist Parkinson für eine Krankheit?“

    #1

    Parkinson ist eine Erkrankung des Nervensystems. In der Sprache der Medizin nennt man das „neurologische“ Erkrankung. Menschen, die Parkinson haben, gehen daher auch zu einem Arzt, der „Neurologe“ genannt wird.

    #2

    Das Nervensystem besteht aus dem Gehirn, dem Rückenmark und allen Nerven, die wie ein großes Netz unseren gesamten Körper durchziehen. Die wichtigste Rolle spielt hierbei das Gehirn.

    Das Gehirn ist nämlich so etwas wie die Steuerzentrale unseres Körpers! Einfach alles, was in unserem Körper geschieht oder was wir mit unserem Körper machen, wird hier organisiert.


    #3

    Das Gehirn sendet sozusagen ständig Botschaften aus, die unseren Muskeln sagen, was sie machen sollen: sich beugen, zusammenziehen, schnell laufen, langsam ein volles Glas heben usw.

    Damit diese Botschaften den langen Weg vom Gehirn zu den Muskeln schaffen, wandern sie rasendschnell über die Nerven dorthin.

    #4

    Die Träger der Botschaft sind sogenannte „Botenstoffe“. Einer davon ist das „Dopamin“.

    Und damit alle verschiedenen Botschaften des Gehirns immer rechtzeitig am Muskel ankommen und ihm sagen, was er genau zu tun hat, braucht man richtig viel Dopamin-Botenstoffe.


    #5

    Bei der Parkinson-Krankheit ist das Problem, das die Herstellung der Dopamin-Botenstoffe im Gehirn nicht mehr richtig funktioniert.

    Wie eine Maschine, die nicht mehr schnell genug produziert.

    #6

    Was passiert nun? Die Botschaften des Gehirns kommen nicht mehr schnell genug bei den Muskeln an und man kann sich nur noch schlecht oder langsam oder zittrig bewegen – wie du es schon oft bei Parkinson gesehen hast!



  • 2. „Wie bekommt man Parkinson?“

    Niemand weiß genau, warum der eine Mensch Parkinson bekommt und der andere nicht. Was man aber genau weiß ist, dass man …

    • … sich nicht mit Parkinson anstecken kann
    • … Parkinson nicht von zu viel Alkohol, Zigaretten oder schlechtem Essen bekommt
    • … man nichts falsch gemacht hat, wenn man Parkinson bekommt
  • 3. „Warum hat gerade mein Papa Parkinson?“

    Dein Papa kann absolut gar nichts dafür, dass er Parkinson bekommen hat. Es gibt außer ihm in Deutschland noch ungefähr 300 Tausend andere Menschen, die auch Parkinson haben!

    Männer können Parkinson haben, Frauen aber genauso. Meistens ist es so, dass ältere Menschen, so ab 60 Jahren, Parkinson bekommen.

    Es gibt aber auch sehr viele junge Menschen, die an Parkinson erkranken. So ungefähr 30 Tausend …

  • 4. „Kann ich das auch bekommen?“

    Klar, machst du dir Gedanken, dass die Kinder von Frauen oder Männern, die Parkinson haben, vielleicht auch eines Tages krank werden können.

    Du brauchst dir da aber keine Sorgen zu machen – diese Krankheit wird nur ganz, ganz selten weitervererbt!

  • 5. „Geht das irgendwann wieder weg?“

    Parkinson ist leider eine sogenannte „chronische Erkrankung“. Das bedeutet, dass die Krankheit immer da sein wird. Richtig heilen kann man Parkinson noch nicht.

    Aber die Ärzte und Wissenschaftler forschen ständig nach neuen Medikamenten, die eines Tages vielleicht die Krankheit so heilen können, dass sie für immer verschwindet.

  • 6. „Ich hab das Gefühl, dass die Krankheit bei meinem Opa schlimmer wird …“

    Leider ist es so, dass bei allen Menschen mit Parkinson die Symptome (Anzeichen) der Krankheit im Laufe der Jahre stärker werden. Oft kommen auch neue Symptome hinzu. Wie schnell das geht oder wie schlimm das wird, kann allerdings keiner vorhersagen.

    Das bedeutet aber auch, dass es immer die Hoffnung gibt, dass die Krankheit bei deinem Opa nicht so schnell voranschreitet.

    Wenn dein Opa die Veränderungen bei sich selbst bemerkt, wird er das mit seinem Arzt besprechen. Dieser verschreibt ihm dann andere Medikamente, die ihm wieder besser helfen können.

  • 7. „Meine Oma nimmt so viele Tabletten. Helfen die wirklich?“

    Genauso wie es Tabletten gegen Kopfschmerzen oder Fieber gibt, gibt es auch Tabletten gegen Parkinson. Manchmal muss man mehrere, unterschiedliche Tabletten nehmen, damit sie richtig gut helfen können.

    Bei Parkinson ist das oft so! Frag deine Oma doch mal, wie gut ihr die Tabletten helfen!

    Das wird sie dir bestimmt gerne sagen.

  • 8. „Tut Parkinson weh?“

    Ja, manchmal kann Parkinson auch wehtun. Das kommt vor allem davon, dass man sich nicht mehr so gut bewegen kann, wenn man Parkinson hat.

    Manchmal tun dann die Muskeln in den Beinen, im Rücken, in der Schulter oder im Nacken weh.

  • 9. „Stirbt man früher, wenn man Parkinson hat?“

    Keine Sorge, man stirbt nicht früher, wenn man Parkinson hat!

    Weil es heute so viele gute Medikamente und Behandlungsmethoden gibt, werden Menschen mit Parkinson genauso alt wie Menschen ohne Parkinson!